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Eishockey (Schweiz) - Berufung des EHC Olten und Ronny Keller vom CAS Abgewiesen

15.04.2014 13:49 Il y a : 5 yrs

Lausanne, den 15. April 2014 – Der Court of Arbitration for Sport (CAS) hat die vom EHC Olten und Ronny Keller eingelegte Berufung gegen den Entscheid des Verbandssportgerichts der Swiss Ice Hockey Federation, der den Spieler Stefan Schnyder (SC Langenthal) vom Vorwurf eines Verstosses gegen das Regelbuch der International Ice Hockey Federation (IIHF) im Hinblick auf die Vorkommnisse im NLB Meisterschaftsspiel am 5. März 2013 freigesprochen hatte, abgewiesen. In diesem Spiel hatte Stefan Schnyder Ronny Keller einen starken Stoss zugefügt, der den ehemaligen Spieler Oltens gegen die Bande prallen liess, was zu einer dauerhaften Querschnittslähmung Kellers führte. 

Das Verbandssportgericht der Swiss Ice Hockey Federation hatte in dem angefochtenen Urteil bereits einen ersten Entscheid des Einzelrichters für Disziplinarsachen der Swiss Ice Hockey Federation aufrechterhalten.

Der EHC Olten und Ronny Keller hatten in ihrer Berufung zum CAS die Feststellung einer irregulären Zweikampfführung durch Schnyder in dem Zusammentreffen mit Keller, und damit das Vorliegen eines Verstosses gegen das Regelbuch der IIHF, beantragt. Zudem beantragten die Berufungsführer, Schnyder eine Spielsperre und Busse aufzuerlegen.   

Die für die Streitsache ernannten Schiedsrichter des CAS sind insofern zu der gleichen Schlussfolgerung wie die Vorinstanzen gelangt, als dass die Umstände des tragischen Vorfalls die eindeutige Feststellung eines „Foulspiels“, und damit einen Verstoss gegen das Regelbuch der IIHF, nicht zulassen. 

Als Schlussfolgerung, hat das Schiedsgericht zunächst festgestellt, dass es sich um keinen eindeutigen Fall handelt. Die Grenzen zwischen Foul und keinem Foul sind in einem körperbetonten und verletzungsgefährdeten Sport wie dem Eishockeysport nur schwer zu ziehen. Nach umfassender Beweiserhebung sowie deren Würdigung ist das CAS Schiedsgericht der Ansicht, dass Stefan Schnyder in besagter Spielsituation keine Regeln der IIHF verletzte und ihm entsprechend keine Spielsperren und/oder Busse aufzuerlegen sind.